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Uhren-Lexikon: 227 Fachbegriffe von A–Z

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227 Begriffe

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904L StahlEine besonders korrosions- und säurebeständige Edelstahllegierung, die sich hochglänzend polieren lässt. Bekannt wurde sie durch Rolex, das sie „Oystersteel“ nennt.

A

Abfallfehler (Beat Error)Der zeitliche Gleichlauf der beiden Halbschwingungen der Unruh. Ist der Abfall zu groß, schwingt die Unruh ungleichmäßig, was die Ganggenauigkeit verschlechtert.AcrylglasWeiches Kunststoffglas (Hesalith/Plexi); splittersicher und warm im Vintage-Look, aber kratzempfindlich – kleine Kratzer lassen sich auspolieren.AmplitudeDer Ausschlagwinkel, den die Unruh bei ihrer Schwingung erreicht. Eine gesunde Amplitude von rund 270 bis 310 Grad gilt als Zeichen für ein gut laufendes Werk.Anglage (Anglierung)Das Anschrägen und Polieren der Kanten von Werksteilen wie Brücken. Diese aufwendige Handarbeit gilt als Qualitätsmerkmal hochwertiger Uhrwerke.AnkerDer Hebel im Herzstück der Uhr, der zwischen Ankerrad und Unruh vermittelt und die Energie portionsweise weitergibt.AnkerhemmungDas häufigste Hemmungssystem mechanischer Uhren: Der Anker gibt die Energie der Feder in gleichmäßigen Portionen an die Unruh ab – das typische Ticken der Uhr.Ankerrad (Hemmungsrad)Das letzte Zahnrad im Räderwerk, das über den Anker mit der Unruh zusammenarbeitet. Es gibt die gespeicherte Energie in kleinen Portionen weiter und erzeugt so das typische Ticken.Applikationen (Appliken)Erhaben aufgesetzte Indizes oder Ziffern auf dem Zifferblatt, im Gegensatz zu bloß aufgedruckten Markierungen. Sie geben dem Zifferblatt Tiefe und wirken hochwertiger.ATM (Atmosphäre) · ATMDruckeinheit für die Wasserdichtigkeit: 1 ATM entspricht etwa 1 bar bzw. 10 Metern Wassersäule – ein Labor-Prüfwert, keine reale Tauchtiefe.AutomatikwerkEin mechanisches Uhrwerk, das sich durch die Bewegung des Handgelenks über einen Rotor selbst aufzieht.Aventurin-ZifferblattGlasartiges, funkelndes Zifferblatt mit Sternenhimmel-Effekt.

B

Bandanstoß (Lug-to-Lug)Der Abstand zwischen den äußeren Enden der Bandhörner. Entscheidet oft stärker als der Durchmesser, ob eine Uhr aufs Handgelenk passt.Bandhörner (Lugs)Die Fortsätze am Gehäuse, zwischen denen das Armband mit den Federstegen befestigt wird. Ihre Form und Länge prägen maßgeblich, wie eine Uhr am Handgelenk sitzt.Bar · barDruckeinheit der Wasserdichtigkeit; 1 bar ≈ 1 ATM ≈ 10 m Wassersäule. Sagt, welchem Prüfdruck die Uhr standhält.BauhöheDie Dicke des Gehäuses. Eine flache Uhr passt leichter unter die Manschette, eine hohe wirkt sportlicher.Beobachtungsuhr (B-Uhr)Große, gut ablesbare Fliegeruhr nach historischem Militärstandard.Blattzeiger (Feuille)Blattförmige, elegante Zeiger.BoxglasHoch gewölbtes Box-Saphirglas im Vintage-Stil.Breguet-SpiraleEine an ihrem Ende angehobene Unruhspirale, die gleichmäßiger „atmet“ und die Ganggenauigkeit verbessert.Breguet-ZeigerEin eleganter Zeiger mit einem durchbrochenen Kreis kurz vor der Spitze. Benannt ist er nach dem Uhrmacher Abraham-Louis Breguet.BronzeEine Kupferlegierung mit warmem, goldähnlichem Ton, die mit der Zeit eine individuelle Patina ansetzt. Beliebt ist sie vor allem bei Taucher- und Uhren im Vintage-Stil.BrückeEin Metallsteg, der Räder und Wellen auf der Platine lagert, etwa die Unruhbrücke.Bâton-ZeigerSchlichte, gerade Stabzeiger.

C

CabochonEin glatt gewölbt geschliffener, facettenfreier Edelstein, der oft als Zierde die Krone schmückt. Häufig kommt dafür blauer Saphir oder Mondstein zum Einsatz.California DialEin Zifferblatt, das oben römische und unten arabische Ziffern kombiniert. Der ungewöhnliche Stil stammt aus den 1930er-Jahren und ist bis heute ein Blickfang.Certified Pre-Owned · CPOVom Händler oder Hersteller geprüfte und mit Garantie versehene Gebrauchtuhr.Chapter Ring (Zwischenring)Der erhöhte Minuten- und Sekundenring am Rand des Zifferblatts.ChronographEine Uhr mit zusätzlicher Stoppuhr-Funktion, meist mit Drückern und kleinen Hilfszifferblättern – nicht mit dem Chronometer zu verwechseln.ChronometerEine besonders ganggenaue Uhr, deren Präzision offiziell zertifiziert wurde (z. B. COSC: –4/+6 Sekunden pro Tag).ChronometerhemmungEine hochpräzise, aber empfindliche Hemmung, historisch in Marinechronometern verbaut.Co-Axial-HemmungEine von George Daniels entwickelte Hemmung mit koaxial (übereinander) angeordneten Rädern. Sie verringert die Reibung und macht dadurch längere Serviceintervalle möglich.COSCDie Schweizer Prüfstelle (Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres), die Uhrwerke auf Chronometer-Genauigkeit testet.Cyclops-LupeEine kleine Lupe auf dem Uhrglas, die das Datum vergrößert. Bekannt geworden ist sie durch Rolex, wo sie das Fenster rund 2,5-fach vergrößert.Côtes de Genève (Genfer Streifen)Ein wellenförmiges Streifenmuster auf Brücken und Rotoren. Es dient rein der Zierde und ist ein klassisches Schmuckelement der feinen Uhrmacherei.

D

Daily BeaterAlltagsuhr, die man bedenkenlos jeden Tag trägt.DatumsfensterEin kleiner Ausschnitt im Zifferblatt, der das Datum zeigt. Nicht nachts (ca. 21–3 Uhr) schnellstellen.Dauphine-ZeigerEin kantiger, sich zur Spitze hin verjüngender Zeiger mit facettierter Oberfläche. Er gilt als klassisch-elegant und ist an vielen Dress Watches zu finden.Dichtung (O-Ring)Gummiring an Krone, Boden und Glas, der die Uhr abdichtet; altert mit der Zeit.DIN 8310 · DIN 8310Deutsche Norm zu Anforderungen an wasserdichte Uhren.DLC-BeschichtungEine besonders kratzfeste Beschichtung aus diamantähnlichem Kohlenstoff (Diamond-Like Carbon). Sie wird vor allem für tiefschwarze, robuste Gehäuse eingesetzt.DornschließeEinfache Schnallenschließe wie am Gürtel, meist an Lederbändern.DrehlünetteDrehbarer Ring um das Glas; einseitig (Taucher) oder beidseitig drehbar.Dress WatchEine flache, schlichte und elegante Uhr für formelle Anlässe. Sie ist meist eher klein gehalten und rutscht bequem unter die Hemdmanschette.DrückerDie Knöpfe seitlich am Gehäuse, mit denen sich Funktionen wie der Chronograph starten, stoppen und nullstellen lassen.DuplexhemmungHistorische Hemmungsbauart mit zwei Impulsen pro Schwingung, heute kaum noch verbaut.

E

Edelstahl (316L/904L) · SSDer häufigste Gehäusewerkstoff; 316L ist Standard, das härtere 904L besonders korrosionsbeständig.EinzeigeruhrUhr mit nur einem Zeiger, die die Zeit bewusst entschleunigt anzeigt.Emaille-Zifferblatt (Grand Feu)Bei hoher Temperatur eingebranntes Emaillezifferblatt; edel, tief und alterungsbeständig.Endstück (Endlink)Passstück zwischen Gehäuse und Metallband.Entspiegelung · ARAntireflex-Beschichtung auf dem Glas, die Spiegelungen mindert und die Ablesbarkeit verbessert.Ewiger KalenderEine Komplikation, die Datum, Wochentag, Monat und Schaltjahre korrekt anzeigt – bis weit ins nächste Jahrhundert ohne Korrektur.

F

FaltschließeKlappverschluss am Armband, der die Uhr sicher am Handgelenk hält und das Band schont.FederhausDie zylindrische Trommel, in der die aufgezogene Zugfeder sitzt. Von hier aus gibt die Feder ihre Kraft nach und nach an das Räderwerk ab.FederhauskernDer Kern im Federhaus, um den die Zugfeder gewickelt ist und an dem sie beim Aufzug gespannt wird.FederstegGefederter Stift, der das Armband zwischen den Bandhörnern hält; Grundlage für den Bandwechsel.Felduhr (Field Watch)Eine robuste, schnörkellose Uhr in der Tradition militärischer Armbanduhren. Kennzeichen sind hohe Ablesbarkeit, klare Ziffern und ein widerstandsfähiges Gehäuse.Fleurier Quality · QFStrenge Zertifizierung inklusive Chronometrie- und Gangtest der fertigen Uhr.Fliegeruhr (B-Uhr)Eine gut ablesbare Uhr im Stil historischer Beobachtungsuhren für Piloten. Typisch sind großes Zifferblatt, hoher Kontrast und das markante Dreieck bei der 12.FlybackEine Chronographenfunktion, mit der sich die Stoppzeit per einzelnem Tastendruck nullstellen und sofort neu starten lässt. Das spart die sonst nötigen drei Schritte aus Stopp, Null und Start.Franken-UhrEine Uhr, die aus Teilen unterschiedlicher Uhren oder Modelle zusammengesetzt ist. Sie wird oft als Original ausgegeben, ist aber kein einheitliches Sammlerstück.Frequenz (Halbschwingungen)Gibt an, wie schnell die Unruh schwingt, meist in Halbschwingungen pro Stunde (A/h). Übliche Werte sind 21.600, 28.800 oder 36.000 A/h – je höher, desto ruhiger gleitet der Sekundenzeiger.Full SetUhr mit komplettem Lieferumfang – Box, Papiere, Rechnung; erhöht Vertrauen und Wiederverkaufswert.Fumé-Zifferblatt„Rauch“-Zifferblatt mit Farbverlauf von hell in der Mitte zu dunkel am Rand.

G

GADA (Go Anywhere, Do Anything)Bezeichnet eine Allrounder-Uhr, die vom Büro bis zum Wochenende zu allem passt. Gemeint ist meist eine robuste, wasserdichte Automatikuhr mittlerer Größe.GangabweichungWie stark eine Uhr pro Tag vor- oder nachgeht, angegeben in Sekunden pro Tag (z. B. −4/+6 s).GangreglerDas schwingende System aus Unruh, Spirale und Hemmung, das den Takt der Uhr vorgibt.GangreserveDie Zeitspanne, die ein voll aufgezogenes mechanisches Werk ohne Tragen läuft (typisch 38–80 Stunden).GehäuseDas Metallgehäuse, das Werk, Zifferblatt und Glas schützt und zusammenhält.GehäusedurchmesserDer Durchmesser des Gehäuses ohne Krone, in Millimetern. Häufigstes, aber nicht wichtigstes Größenmaß (siehe Bandanstoß).GelbgoldKlassische goldfarbene Goldlegierung.Ghost BezelAusgeblichene Lünette einer Vintage-Uhr, oft ins Gräuliche verfärbt.Glasboden (Sichtboden)Ein durchsichtiger Gehäuseboden aus Saphir- oder Mineralglas, der den Blick auf das Werk freigibt.GliederbandMetallarmband aus einzelnen Gliedern, etwa Oyster, Jubilee oder Präsident.GlucydurKupfer-Beryllium-Legierung für Unruhreifen; temperaturstabil und antimagnetisch.GMTEine Komplikation mit zusätzlichem Zeiger für eine zweite Zeitzone; benannt nach der Greenwich Mean Time.GMT-Lünette24-Stunden-Lünette zum Ablesen einer weiteren Zeitzone.Grail-UhrDie persönliche Traumuhr, auf die man lange hinspart.GraumarktDer Handel mit fabrikneuen Uhren außerhalb des offiziellen Händlernetzes. Die Uhren sind echt, kommen aber oft ohne volle Herstellergarantie und meist mit Rabatt.GroßdatumDatumsanzeige über zwei Scheiben in größerer, gut lesbarer Darstellung.GuillochéEin feines, ins Zifferblatt graviertes Muster aus sich kreuzenden Linien.

H

HandaufzugEin mechanisches Werk ohne Rotor, das täglich von Hand über die Krone aufgezogen wird – oft besonders flach.HardlexEin von Seiko verwendetes gehärtetes Mineralglas; kratzfester als normales Mineralglas, aber weicher als Saphir.Hebelscheibe (Ellipse)Kleine Scheibe an der Unruhwelle mit dem Hebelstein, über den der Anker die Unruh antreibt.HebewinkelDer werkspezifische Winkel, den die Zeitwaage zur korrekten Amplituden-Messung benötigt (oft 52 Grad).Heliumventil · HEVVentil an professionellen Taucheruhren, das beim Sättigungstauchen eingedrungenes Helium entweichen lässt; für Alltag und Hobby ohne Bedeutung.HemmungDas Herzstück jeder mechanischen Uhr: Sie teilt die Energie der Feder in gleichmäßige Impulse und hält die Uhr im Takt.Hertz · HzEinheit der Werkfrequenz; 4 Hz bedeuten acht Halbschwingungen der Unruh pro Sekunde und einen ruhigeren Sekundenlauf.High Accuracy Quartz · HAQBesonders präzise Quarzwerke mit nur wenigen Sekunden Abweichung pro Jahr.HommageEine eigenständige, legale Uhr, die den Stil eines Vorbilds aufgreift – im Gegensatz zur (illegalen) Fälschung mit fremdem Logo.HorizontalkupplungKlassische Chronographen-Kupplung über seitlich greifende Räder.

I

Incabloc (Stoßsicherung)Eine federnde Lagerung, die die empfindlichen Zapfen der Unruhwelle bei Stößen schützt. Incabloc ist ein bekannter Markenname für dieses Prinzip, das ein Brechen der Lagersteine verhindert.IndexDie Markierungen auf dem Zifferblatt, die die Stunden anzeigen (Striche, Punkte oder Zahlen).Integriertes ArmbandArmband, das nahtlos ins Gehäuse übergeht; prägend für Luxus-Sportuhren.ISO 22810 · ISO 22810Internationale Norm zur Wasserdichtigkeit von Gebrauchsuhren.ISO 6425Die internationale Norm, die festlegt, wann sich eine Uhr offiziell „Taucheruhr“ nennen darf. Sie fordert unter anderem gute Ablesbarkeit im Dunkeln, eine einseitig drehbare Lünette und eine geprüfte Wasserdichtigkeit von mindestens 100 Metern.ISO 764 · ISO 764Norm für die Magnetfeldfestigkeit von Uhren; eine antimagnetische Uhr muss einem definierten Feld standhalten und danach genau laufen.IsochronismusDie Eigenschaft, gleichmäßig zu schwingen – unabhängig davon, wie stark die Zugfeder gespannt ist; wichtig für die Ganggenauigkeit.

J

JahreskalenderEin Kalender, der die unterschiedlich langen Monate automatisch berücksichtigt und nur einmal im Jahr, Ende Februar, von Hand korrigiert werden muss.Jubilee-BandFünfglied-Metallband mit feinen Mittelgliedern und elegantem Look.JumboSammlerbegriff für Uhrenmodelle, die für ihre Zeit ungewöhnlich groß gebaut waren. Klassisches Beispiel ist die Audemars Piguet Royal Oak „Jumbo“.

K

KaliberDie werksinterne Typenbezeichnung eines Uhrwerks. Das Kaliber verrät, welches Werk in einer Uhr arbeitet, und sagt oft etwas über Hersteller, Aufbau und Ausstattung aus.Karbon (Forged Carbon)Leichter, sehr fester Verbundwerkstoff mit unregelmäßiger Maserung.KarussellDem Tourbillon verwandte Konstruktion mit rotierendem Hemmungskäfig, aber anderem Antrieb.KautschukElastisches, wasserfestes Bandmaterial für Sport- und Taucheruhren.KeramikEin extrem kratzfester, leichter und farbstabiler Werkstoff, meist aus Zirkonoxid. Keramik verblasst nicht und fühlt sich rasch warm an, ist aber empfindlich gegen harte Schläge.Kissengehäuse (Cushion)Quadratisch-rundes Kissen-Gehäuse, unter anderem von Panerai bekannt.Kleine SekundeSekundenanzeige auf einem separaten Hilfszifferblatt statt zentral.KlobenEinseitig befestigter Lagerbügel, meist für die Unruh (Unruhkloben).KomplikationJede Funktion über die reine Zeitanzeige hinaus, z. B. Datum, Chronograph, GMT oder Mondphase.KonzessionärEin von der Marke autorisierter Fachhändler, der Neuuhren offiziell verkaufen darf. Nur dort gibt es die volle Herstellergarantie.KroneDas gerändelte Rädchen an der Gehäuseseite zum Aufziehen und Einstellen. Verschraubte Kronen erhöhen die Wasserdichtigkeit.KronenschutzSeitliche Schutzbügel oder eine Brücke, die die Krone vor Stößen schützen.KronradRad, das die Drehung der Krone beim Handaufzug auf das Sperrrad überträgt.KulissenschaltungEinfachere, robuste Chronographen-Steuerung über eine gestanzte Kulisse, etwa im ETA 7750.

L

LackzifferblattMit Lack beschichtetes Zifferblatt mit gleichmäßigem, oft glänzendem Finish.LeuchtmasseNachleuchtendes Material auf Zeigern und Indizes (häufig Super-LumiNova) für die Ablesbarkeit im Dunkeln.Lollipop-SekundeSekundenzeiger mit rundem Leuchtpunkt nahe der Spitze.LünetteDer Ring um das Glas. Bei Taucheruhren als einseitig drehbare Skala zum Messen der Tauchzeit.

M

ManufakturEin Hersteller, der wesentliche Teile – besonders das Uhrwerk – selbst fertigt, statt sie zuzukaufen.Manufakturkaliber · In-HouseEin Uhrwerk, das eine Marke selbst entwickelt und fertigt (In-House), statt es zuzukaufen.Mercedes-ZeigerStundenzeiger mit dreiteiligem Kreissymbol, typisch für Rolex-Sportuhren.METAS (Master Chronometer) · METASSchweizer Zertifizierung, die Uhren u. a. auf Ganggenauigkeit und Magnetfeldfestigkeit bis 15.000 Gauss prüft.Meteorit-ZifferblattEin Zifferblatt aus einer dünnen Scheibe echten Eisenmeteoriten. Das dabei sichtbare Kristallmuster (Widmanstätten-Struktur) macht jedes Exemplar zum Unikat.MikrorotorKleiner, ins Werk eingelassener Rotor für besonders flache Automatikuhren.MilanaiseFeingeflochtenes Metallband (Mesh) mit stufenloser Längenverstellung; eleganter, flexibler Look.MineralglasEin günstiges, gehärtetes Uhrenglas; kratzempfindlicher als Saphir, aber splitterfester.MinutenrepetitionEine Komplikation, die die Zeit auf Knopfdruck durch Tonfolgen hörbar macht – Stunden, Viertelstunden und Minuten mit unterschiedlichen Klängen. Sie gilt als eine der aufwendigsten Uhrmacherkünste.MinuterieDie Minuten- und Sekundeneinteilung am äußeren Zifferblattrand.MondphaseEine Komplikation, die den aktuellen Stand des Mondes im Zifferblatt anzeigt.

N

NATO-Armband · NATODurchzugsband aus Textil, das unter dem Gehäuse verläuft; robust, wasserunempfindlich und schnell wechselbar.NivaroxLegierung für Unruhspiralen, die relativ temperatur- und magnetfeldstabil ist.NOS (New Old Stock)Eine alte, aber nie verkaufte und nie getragene Uhr aus altem Lagerbestand. Solche Fundstücke sind bei Sammlern besonders begehrt.

O

Oyster-BandSportliches Dreiglied-Metallband, von Rolex geprägt.

P

PalettensteinDie beiden Rubinsteine am Anker, die in die Zähne des Ankerrads greifen und den typischen Tick erzeugen.PatinaNatürliche, oft geschätzte Alterung von Zifferblatt, Leuchtmasse oder Gehäuse.Peripherer RotorEin außen um das Werk laufender Rotor, der den Blick auf das Werk freigibt.PerlageEine Verzierung aus vielen kleinen, sich überlappenden Schliffkreisen, meist auf verdeckten Werksteilen. Sie erzeugt ein gleichmäßig schimmerndes Muster.Perlmutt-Zifferblatt · MOPZifferblatt aus schimmerndem Perlmutt (Mother of Pearl); jedes Stück ist ein Unikat.PerlonbandGewebtes Durchzugsband aus Perlon; leicht und atmungsaktiv.Pie-Pan-ZifferblattAbgestuftes, tellerartiges Zifferblatt, etwa bei der Omega Constellation.PlatinSehr schweres, wertvolles und korrosionsbeständiges Edelmetall der Oberklasse.PlatineDie Grundplatte des Uhrwerks, auf der alle Bauteile montiert sind.Poinçon de Genève (Genfer Siegel)Gütesiegel des Kantons Genf für hohe Verarbeitungsqualität.Pomme-Zeiger (Kolbenzeiger)Ein Zeiger mit einer betonten, birnen- oder kolbenförmigen Verdickung im Schaft. Der Name leitet sich vom französischen Wort für Apfel ab.Powerreserve-Anzeige (Gangreserveanzeige)Eine Skala auf dem Zifferblatt oder Werk, die zeigt, wie viel Energievorrat noch bis zum Stillstand bleibt. Sie funktioniert ähnlich wie eine Tankanzeige.ProvenienzNachweisbare Herkunfts- und Besitzgeschichte einer Uhr.PulsometerSkala zum Messen der Herzfrequenz mithilfe des Chronographen.PVD-BeschichtungEin Verfahren (Physical Vapour Deposition), bei dem eine dünne, harte Schicht auf das Gehäuse aufgedampft wird. So lassen sich Farben wie Schwarz oder Gold erzeugen und die Oberfläche härten.

R

RatschenschließeWerkzeuglos feinverstellbare Schließe (etwa Glidelock, Easylink) für schnelle Längenanpassung.Rattrapante (Schleppzeiger)Ein Chronograph mit zwei übereinanderliegenden Stoppsekundenzeigern. So lassen sich Zwischenzeiten ablesen, während die Gesamtzeit weiterläuft.RedialEin Zifferblatt, das nachträglich neu lackiert oder bedruckt wurde. Bei Vintage-Uhren mindert ein Redial in der Regel den Sammlerwert.ReferenznummerDie eindeutige Modell-Kennung eines Herstellers; wichtig für Identifikation, Echtheitsprüfung und Wiederverkauf.RegulatorEin Zifferblatt-Layout, bei dem Stunde, Minute und Sekunde auf getrennten Achsen sitzen statt auf einer gemeinsamen Mitte. Ursprünglich diente diese Anordnung Präzisionsuhren als Ablesehilfe.Rehaut (Innenlünette)Der schräge Ring zwischen Zifferblatt und Glas. Er trägt oft eine Minuterie oder – wie bei Rolex – eine gravierte Beschriftung.Remontoir (Konstante Kraft)Mechanismus, der der Hemmung gleichmäßige Kraft zuführt, unabhängig vom Spannungszustand der Feder.Retrograde AnzeigeEin Zeiger, der nicht im Kreis läuft, sondern über einen Bogen wandert und am Ende blitzschnell zum Startpunkt zurückspringt. Häufig für Datum, Wochentag oder Sekunde genutzt.RoségoldGoldlegierung mit rötlichem Ton (durch Kupferanteil); warmer, eleganter Look.RotorDie halbmondförmige, schwingende Masse im Automatikwerk, die aus der Armbewegung die Feder spannt.Rubine (Lagersteine)Synthetische Rubine als reibungsarme Lager für die Wellen; ein Werk hat oft 17 bis 31 Steine.RutschkupplungSicherung im Automatikwerk, die verhindert, dass die Zugfeder beim automatischen Aufzug überspannt wird.RäderwerkDie Kette aus Zahnrädern, die die Kraft der Zugfeder zur Hemmung überträgt.

S

Sandwich-ZifferblattEin zweilagiges Zifferblatt: Unter einer ausgestanzten oberen Platte liegt eine mit Leuchtmasse gefüllte Schicht. Die Indizes leuchten dadurch besonders tief und plastisch.SaphirglasDas kratzfesteste gängige Uhrenglas (aus synthetischem Saphir) – der größte spürbare Qualitätssprung im Einstiegsbereich.SapphlexVerbundglas aus Mineralglas mit aufgebrachter Saphirschicht, ein Seiko-Begriff.Schaltrad (Säulenrad)Steuert die Funktionen eines Chronographen besonders präzise; gilt als edle Bauart.Schlagwerk (Sonnerie)Mechanismus, der die Zeit hörbar schlägt (Petite oder Grande Sonnerie).SchnellschwingerEine Uhr mit besonders hoher Unruhfrequenz, meist 36.000 Halbschwingungen pro Stunde. Der schnelle Takt sorgt für einen flüssig laufenden Sekundenzeiger und oft für hohe Ganggenauigkeit.Schnellwechsel-FederstegFedersteg mit kleinem Hebel für werkzeuglosen Bandwechsel (Quick-Release).SchraubbodenEin Gehäuseboden, der ins Gehäuse eingeschraubt statt nur eingedrückt wird. Die Verschraubung presst eine Dichtung an und erhöht so die Wasserdichtigkeit.Schwanenhals-FeinregulierungEine feine, über eine gebogene Feder justierbare Reguliervorrichtung – oft ein Zeichen gehobener Verarbeitung.SchwertzeigerEin gerader, breiter Zeiger in Form einer Klinge. Seine große Fläche bietet viel Platz für Leuchtmasse und sorgt für gute Ablesbarkeit.Sektor-ZifferblattEin Zifferblatt, das durch konzentrische Ringe oder Linien in Abschnitte unterteilt ist. Der nüchtern-technische Look stammt aus den 1930er- und 1940er-Jahren.Sekundenstopp (Hacking)Ein Mechanismus, der den Sekundenzeiger anhält, sobald man die Krone herauszieht. So lässt sich die Uhr sekundengenau nach einer Referenzzeit stellen.SeriennummerIndividuelle Nummer zur Identifikation und Altersbestimmung einer Uhr.ServicedichtungNeue Dichtungen, die bei jeder Wartung ausgetauscht werden. Sie sorgen dafür, dass die Uhr auch nach dem Service wieder zuverlässig dicht ist.Servicierung (Revision)Turnusmäßige Wartung: Zerlegen, Reinigen, Ölen, Dichtungen tauschen und Regulieren eines Uhrwerks.Silizium-SpiraleEine Unruhspirale aus Silizium statt aus Metall. Sie ist antimagnetisch, korrosionsfrei und lässt sich sehr präzise fertigen.SkelettuhrEine Uhr, bei der Zifferblatt und Werkteile so weit ausgesägt sind, dass man das arbeitende Uhrwerk sieht. Das Skelettieren ist reine, aufwendige Ziertechnik.SkelettzeigerDurchbrochene Zeiger, die den Blick auf das Zifferblatt freigeben.Snowflake-ZeigerEckiger Zeiger mit rautenförmiger Leuchtfläche, von Tudor bekannt.Sonnenschliff (Sunburst)Ein Zifferblatt-Finish mit feinen, vom Zentrum ausgehenden Strahlen. Je nach Lichteinfall wandert ein Glanz über das Blatt.SperrradRad mit Klinke, das die aufgezogene Zugfeder am Zurückdrehen hindert.Spiralfeder (Unruhspirale)Die feine Feder, die die Unruh in gleichmäßige Schwingungen zwingt und den Takt vorgibt. Empfindlich gegen Magnetismus.SportuhrRobuste, alltagstaugliche Uhr mit höherer Wasserdichtigkeit und guter Ablesbarkeit.Springende Stunde (Jumping Hour)Eine Anzeige, bei der die Stunde nicht per Zeiger, sondern als Zahl in einem Fenster erscheint und zum vollen Stundenwechsel weiterspringt.StoßsicherungFedernde Lagerung der Unruhwelle (etwa Incabloc, Kif, Paraflex), die Stöße abfängt.Super-LumiNova · SLNMarken-Leuchtpigment, das sich mit Licht auflädt und nachleuchtet; nicht radioaktiv.SättigungstauchenEin professionelles Tauchverfahren, bei dem Taucher über längere Zeit unter hohem Druck in einer Heliumatmosphäre leben. Für solche Einsätze brauchen Uhren ein Heliumventil.

T

TachymeterEine Skala (oft auf der Lünette), mit der sich zusammen mit dem Chronographen Geschwindigkeiten messen lassen.Tachymeter-LünetteFeste Lünette mit Tachymeterskala zur Geschwindigkeitsmessung.Tag-Nacht-AnzeigeZeigt über ein Symbol oder eine Scheibe, ob es Tag oder Nacht ist (AM/PM).TantalSeltenes, schweres, bläulich-graues Metall für Gehäuse.Tapisserie-ZifferblattFeines Karomuster, unter anderem von der Audemars Piguet Royal Oak bekannt.TaschenuhrUhr zum Tragen in der Tasche, historischer Vorläufer der Armbanduhr.TaucheruhrEine wasserdichte, gut ablesbare Uhr mit drehbarer Lünette zum Ablesen der Tauchzeit. In der Praxis gelten oft erst Modelle ab 200 Metern Wasserdichtigkeit als vollwertige Taucheruhren.TaucherverlängerungKlappbare Bandverlängerung, um die Uhr über einem Taucheranzug zu tragen.TelemeterSkala zum Schätzen der Entfernung eines Ereignisses über die Schalllaufzeit.Titan (Grad 2/Grad 5)Ein leichtes, hautfreundliches und sehr korrosionsbeständiges Metall. Grad 2 ist reiner und weicher, das häufig verwendete Grad 5 ist eine deutlich härtere und kratzfestere Legierung.Tonneau-GehäuseFassförmiges Gehäuse mit geschwungenen Seiten.Tote SekundeAnzeige mit sekundenweise springendem Sekundenzeiger (deadbeat/seconde morte) trotz mechanischem Werk.TourbillonEine aufwändige Komplikation, bei der sich Hemmung und Unruh drehen, um den Einfluss der Schwerkraft auszugleichen.Tropical DialVintage-Zifferblatt, das durch Sonne und Feuchtigkeit gleichmäßig braun ausgeblichen ist.

U

UnruhDas schwingende Rad, das mit der Spiralfeder das Taktgeber-System (das Herz) einer mechanischen Uhr bildet.UTC · UTCKoordinierte Weltzeit, Bezugszeit für die zweite Zeitzone bei GMT-Uhren.

V

VergoldungDünne Goldschicht auf unedlem Metall (gold plated); nicht massiv.Verschraubte KroneIns Gehäuse geschraubte Krone für höhere Wasserdichtigkeit.VertikalkupplungChronographen-Kupplung, die den Stoppzeiger ohne Zucken startet und für Dauerbetrieb taugt.VintageÄltere, gebrauchte Uhren mit Sammlerwert – meist mehrere Jahrzehnte alt und original erhalten.VollkalenderZeigt Datum, Wochentag und Monat, muss aber an kurzen Monaten korrigiert werden.

W

Wasserdichtigkeit (ATM/Bar)Angabe des geprüften Drucks; 1 ATM ≈ 1 bar ≈ 10 m. Ein Labor-Prüfwert, keine reale Tauchtiefe.Water Resistant · WREnglische Angabe der Wasserdichtigkeit auf dem Gehäuseboden, oft in Metern oder ATM; kein Freibrief fürs Tauchen.WeißgoldSilbrig-weiße Goldlegierung, oft zusätzlich rhodiniert.WeltzeituhrEine Uhr, die alle 24 Zeitzonen gleichzeitig anzeigt, meist über einen drehbaren Ring mit Städtenamen. Praktisch für alle, die mehrere Zeiten im Blick behalten wollen.Wolframcarbid (Hartmetall)Sehr harter, schwerer Werkstoff für kratzfeste Gehäuse und Lünetten.

Z

ZapfenDie dünnen Wellenenden der Räder, die in den Lagersteinen laufen.Zaratsu-PoliturEine japanische Politurtechnik (u. a. Seiko), die makellos verzerrungsfreie, spiegelnde Flächen erzeugt.Zeigerdatum (Pointer Date)Datumsanzeige über einen zentralen Zeiger auf einer Randskala.ZeigerwerkDie Räder unter dem Zifferblatt, die Stunden- und Minutenzeiger antreiben.ZeitgleichungAnzeige der Differenz zwischen mittlerer und wahrer Sonnenzeit.Zeitwaage (Timegrapher)Ein Messgerät, das den Gang eines mechanischen Werks hörbar und sichtbar auswertet. Es zeigt Werte wie Gangabweichung, Amplitude und Abfallfehler an.ZentralsekundeSekundenzeiger aus der Blattmitte über das gesamte Zifferblatt.Zertifikat (Papiere)Garantiekarte und Echtheitsnachweis; erhöhen Vertrauen und Wiederverkaufswert.ZifferblattDie sichtbare Vorderseite der Uhr, auf der Zeit und Funktionen angezeigt werden.Zugfeder (Triebfeder)Die spiralförmig aufgewickelte Feder im Federhaus, die beim Aufziehen gespannt wird. Sie ist der Energiespeicher jeder mechanischen Uhr.Zweite ZeitzoneZusätzliche Anzeige einer weiteren Zeitzone, etwa über einen GMT-Zeiger.

É

Ébauche (Rohwerk) · ÉbaucheEin noch nicht fertig montiertes/veredeltes Basiswerk, das Hersteller wie ETA oder Sellita zuliefern.