Die Angaben auf dem Gehäuseboden – 3 ATM, 5 ATM, 10 ATM oder in Metern – werden häufig falsch verstanden. Sie stammen aus einem Labor-Drucktest und sind keine reale Tauchtiefe. Eine Uhr mit „30 m" ist nicht zum Schwimmen in 30 Metern gedacht. Der Wasserdichtigkeits-Check übersetzt die Angabe in ehrliche Alltags-Empfehlungen.
Der Labortest läuft bei ruhendem Wasser mit neuen Dichtungen. Im Alltag kommen dynamischer Druck (Sprung ins Wasser, kräftige Armbewegung), Temperaturwechsel (heiße Dusche) und gealterte Dichtungen hinzu. Warmes Wasser und Seife setzen den Dichtungen besonders zu. Halte die Krone immer geschlossen bzw. verschraubt, bevor die Uhr ans Wasser kommt, und lass die Dichtigkeit bei jeder Revision prüfen. Ausführlich erklärt im Ratgeber Wasserdichtigkeit: ATM & Bar.
5 ATM (50 m) reicht für Händewaschen und Regen; kurzes, ruhiges Schwimmen ist grenzwertig. Zum entspannten Schwimmen solltest du eher 10 ATM (100 m) wählen.
Nein. Die Meterangabe ist ein Labor-Druckwert, keine Tauchtiefe. 30 m/3 ATM bedeutet praktisch nur Spritzwasserschutz.
Heißes Wasser, Temperaturwechsel und Seife setzen den Dichtungen zu und können sie schneller altern lassen – selbst bei höheren ATM-Werten ist Duschen daher nicht ratsam.
Idealerweise bei jeder Revision und vor der Badesaison. Dichtungen altern, deshalb ist eine ungeprüfte ältere Uhr nicht automatisch noch dicht.