Uhren-Lexikon · Zifferblatt & Anzeige

Snowflake-Zeiger

Eckiger Zeiger mit rautenförmiger Leuchtfläche, von Tudor bekannt.

◷ 3 Min. Lesezeit · ✓ Von der Uhren-Experte-Redaktion geprüft · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Wie wir arbeiten

Der Snowflake-Zeiger ist eine markante Zeigerform, die vor allem den Stundenzeiger betrifft: Sein Schaft ist gerade und kantig, und kurz vor der Spitze sitzt eine breite, rautenförmige Fläche, die mit Leuchtmasse gefüllt ist. Diese auffällige Raute gab dem Zeiger seinen Namen. Bekannt geworden ist er durch die Taucheruhren von Tudor, wo er bis heute ein prägendes Erkennungsmerkmal der Marke ist.

Was den Snowflake-Zeiger auszeichnet

Anders als ein schlichter Stabzeiger hat der Snowflake-Zeiger einen klar gegliederten Aufbau. Auf einen geraden, eckigen Schaft folgt die charakteristische Raute, die deutlich breiter ausfällt als der Schaft selbst. In dieser Raute sitzt eine große Menge Leuchtmasse, sodass der Zeiger im Dunkeln als kräftig leuchtende Fläche erscheint. Die Spitze ragt über die Raute hinaus und bleibt schmal, damit sie präzise auf die Markierungen des Zifferblatts zeigt.

Der Snowflake-Zeiger ist damit zugleich ein gestalterisches und ein funktionales Element. Seine kantige, fast technische Form unterscheidet ihn deutlich von den eher klassischen, spitz zulaufenden Zeigern vieler eleganter Uhren. Diese eigenständige Optik macht ihn zu einem sofort wiedererkennbaren Merkmal.

Woher Name und Form stammen

Der Name „Snowflake" – englisch für Schneeflocke – bezieht sich auf die rautenförmige Fläche am Zeiger, deren kantige Kontur an einen Eiskristall erinnert. Aufgetaucht ist dieser Zeigertyp gegen Ende der 1960er-Jahre an den Taucheruhren von Tudor. Dort löste er die zuvor üblichen Zeiger ab und wurde rasch zum unverwechselbaren Kennzeichen dieser Modelle.

In späteren Jahrzehnten trat der Snowflake-Zeiger zeitweise in den Hintergrund, ehe die Marke ihn in modernen Kollektionen wieder aufgriff. Heute gilt er als eines der bekanntesten Designelemente überhaupt, das viele sofort einer bestimmten Herkunft zuordnen – ähnlich, wie der Mercedes-Zeiger eng mit den Werkzeuguhren einer anderen Marke verbunden ist.

Warum die große Leuchtfläche praktisch ist

Hinter der auffälligen Form steckt ein handfester Nutzen. Gerade bei einer Taucheruhr kommt es darauf an, die Zeit auch unter Wasser und bei schlechten Lichtverhältnissen sicher ablesen zu können. Je größer die leuchtende Fläche eines Zeigers ist, desto besser hebt er sich in der Dunkelheit ab. Die breite Raute des Snowflake-Zeigers bietet dafür viel Platz und leuchtet entsprechend kräftig.

Ebenso wichtig ist, dass sich Stunden- und Minutenzeiger klar voneinander unterscheiden lassen. Weil der Stundenzeiger die auffällige Raute trägt, während der Minutenzeiger eine andere, meist schlichtere Form hat, kann man beide auf einen Blick auseinanderhalten. Diese eindeutige Unterscheidbarkeit ist ein zentrales Gestaltungsprinzip bei robusten Gebrauchsuhren und ein Grund, warum der Zeiger nicht nur gut aussieht, sondern auch funktioniert.

Einordnung: Snowflake und andere Zeigerformen

Der Snowflake-Zeiger reiht sich in eine ganze Familie benannter Zeigerformen ein, die jeweils an ein Objekt erinnern. Neben dem erwähnten Mercedes-Zeiger gehören dazu etwa der spitze Dauphine-Zeiger oder der breite, gerade Schwertzeiger. Alle diese Formen erfüllen dieselbe Grundaufgabe – die Zeit anzuzeigen –, setzen dabei aber unterschiedliche Schwerpunkte zwischen Ablesbarkeit, Leuchtfläche und Stil.

Innerhalb dieser Gruppe steht der Snowflake-Zeiger für einen betont funktionalen, werkzeugartigen Charakter. Er passt zu Uhren, die für den harten Einsatz gedacht sind, und unterstreicht deren robuste Ausrichtung. Wer eine Uhr mit diesem Zeiger sieht, verbindet damit meist genau diese Mischung aus guter Ablesbarkeit und eigenständigem, unverwechselbarem Design.

Häufige Fragen (FAQ)

Woher hat der Snowflake-Zeiger seinen Namen?

Der Name geht auf die rautenförmige Leuchtfläche am Zeiger zurück, deren kantige Form an einen Eiskristall beziehungsweise eine Schneeflocke erinnert. Auf Englisch bedeutet „Snowflake" genau das. Bekannt wurde der Zeiger durch die Taucheruhren von Tudor.

Was ist der Vorteil eines Snowflake-Zeigers?

Die große, mit Leuchtmasse gefüllte Raute leuchtet im Dunkeln kräftig und macht die Uhr auch unter Wasser gut ablesbar. Zugleich hebt sich der auffällige Stundenzeiger klar vom Minutenzeiger ab, sodass du beide auf einen Blick unterscheiden kannst.

An welchem Zeiger sitzt die typische Snowflake-Form?

Vor allem am Stundenzeiger. Er trägt die charakteristische Raute mit der großen Leuchtfläche. Der Minutenzeiger ist meist anders geformt, damit sich die beiden Zeiger eindeutig voneinander unterscheiden lassen.