Kautschuk ist ein elastisches, wasserfestes Material, das vor allem als Armband für die Sportuhr und die Taucheruhr zum Einsatz kommt. Es liegt angenehm auf der Haut, hält Nässe problemlos stand und ist unempfindlich gegen Schweiß – Eigenschaften, die es zum bevorzugten Bandmaterial für den aktiven Einsatz machen.
Was ist Kautschuk?
Im ursprünglichen Sinn ist Kautschuk der Rohstoff für Gummi. Man unterscheidet Naturkautschuk, der aus dem Milchsaft (Latex) des Kautschukbaums gewonnen wird, und synthetischen Kautschuk, der industriell hergestellt wird. Damit aus dem Rohstoff ein belastbares, elastisches Band wird, muss er vulkanisiert werden – ein Prozess, der die Molekülketten miteinander vernetzt und dem Material seine dauerhafte Spannkraft und Formstabilität gibt. In der Uhrenwelt wird der Begriff Kautschuk häufig allgemein für hochwertige Gummibänder verwendet, unabhängig davon, ob es sich um Natur- oder Synthesekautschuk handelt.
Natürlicher und synthetischer Kautschuk
Nicht jedes Kautschukband ist gleich. Für einfache Bänder kommt oft weicherer Kautschuk oder Silikon zum Einsatz. Silikon ist zwar sehr geschmeidig, zieht aber Staub und Fusseln an. Im höherwertigen Bereich wird gerne Fluorkautschuk (oft als FKM bezeichnet) verwendet. Dieser gilt als besonders beständig gegen Sonnenlicht, Chemikalien und Sonnencreme und altert langsamer. Die Qualität des Kautschuks entscheidet also mit darüber, wie lange ein Band schön und geschmeidig bleibt, wie es sich anfühlt und wie schnell es ausbleicht. Ein hochwertiges Band kostet mehr, macht sich aber über seine längere Lebensdauer bezahlt.
Vorteile am Handgelenk
Der größte Pluspunkt von Kautschuk ist seine Unempfindlichkeit gegen Wasser. Anders als ein Lederband nimmt es keine Feuchtigkeit auf und quillt nicht – damit eignet es sich ideal für den Einsatz beim Schwimmen und Tauchen. Es ist flexibel, schmiegt sich ans Handgelenk an und lässt sich gut mit einer schlichten Dornschließe oder einer sichereren Faltschließe kombinieren. Über die Federstege am Gehäuse lässt sich ein Kautschukband wie andere Bänder wechseln. Da viele Kautschukarten als hautverträglich gelten, ist das Material auch für empfindliche Haut häufig eine gute Wahl. Im Sommer und bei hoher Belastung bleibt es zudem geruchsärmer und pflegeleichter als Leder.
Kautschuk im Vergleich zu anderen Bändern
Gegenüber einem Lederband ist Kautschuk klar im Vorteil, sobald Wasser ins Spiel kommt, wirkt dafür aber weniger klassisch und elegant. Gegenüber einem Metallband ist es leichter, wärmer auf der Haut und günstiger, kann aber je nach Farbe schneller Gebrauchsspuren zeigen. Viele Sportuhren werden deshalb wahlweise mit Kautschuk oder Metall angeboten, sodass du je nach Anlass wechseln kannst. Für den Einsatz am Wasser, beim Sport und im Alltag gilt Kautschuk als eine der praktischsten Lösungen überhaupt.
Pflege und Grenzen
Ein Kautschukband ist pflegeleicht, ganz wartungsfrei ist es aber nicht. Nach dem Kontakt mit Salzwasser, Chlor oder Sonnencreme solltest du es mit klarem Süßwasser abspülen und bei Bedarf mit etwas milder Seife reinigen, danach gut trocknen lassen. Bei Naturkautschuk kann sich mit der Zeit ein heller, pudriger Film bilden – dieses sogenannte Ausblühen lässt sich meist einfach abwischen. Zu den Grenzen gehört, dass günstige Bänder unter dauerhafter UV- und Ozoneinwirkung aushärten oder spröde werden können und dass helle Kautschukbänder leichter Staub und Fusseln anziehen. Ein hochwertiges Band hält bei guter Pflege dennoch viele Jahre.