Uhren-Lexikon · Gehäuse & Glas

Innenlünette

Ein unter dem Glas liegender Skalenring, der sich meist über eine zusätzliche Krone drehen lässt und dabei geschützt bleibt.

◷ 2 Min. Lesezeit · ✓ Von der Uhren-Experte-Redaktion geprüft · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Wie wir arbeiten
Innenlünette: geschützte Drehlünette
Foto: Deyan Georgiev · Pexels

Was eine Innenlünette ist

Die Innenlünette ist ein Skalenring, der nicht außen auf dem Gehäuse, sondern innen unter dem Glas angeordnet ist. Sie liegt zwischen dem Zifferblatt und dem Glasrand und trägt eine Skala, etwa zur Zeitmessung, als Zeitzonen- oder Kompassskala. Weil sie unter dem Glas sitzt, ist sie vor direkter Berührung, Schmutz und Stößen geschützt.

Verstellt wird die Innenlünette in der Regel über eine zusätzliche Krone am Gehäuse. Dreht man diese Krone, bewegt sich der innen liegende Ring, ohne dass das Glas geöffnet werden muss. Auf diese Weise lässt sich die Skala gegenüber dem Zifferblatt ausrichten, um zum Beispiel eine Startzeit zu markieren oder eine zweite Zeitzone einzustellen.

Abgrenzung zur Außenlünette

Der gebräuchlichere Gegenpart ist die außen liegende Drehlünette, wie man sie von vielen Taucheruhren kennt. Sie wird direkt mit den Fingern am Gehäuserand gedreht. Ihr Vorteil ist die schnelle, unmittelbare Bedienung, ihr Nachteil die größere Anfälligkeit für Verschmutzung sowie das Risiko, sie versehentlich zu verstellen. Die Innenlünette kehrt dieses Verhältnis um.

Weil die Innenlünette geschützt unter dem Glas sitzt, kann sie nicht unbeabsichtigt verdreht werden und bleibt sauber. Dafür ist ihre Bedienung über eine Krone weniger unmittelbar, und der Aufbau erfordert eine zusätzliche Krone samt Dichtung. Bei einseitig rastenden Taucherlünetten wird aus Sicherheitsgründen häufig die außen liegende Variante bevorzugt.

Einsatzbereiche

Innenlünetten finden sich unter anderem an Taucher-, Reise- und Fliegeruhren. Je nach Skala erfüllen sie unterschiedliche Aufgaben: eine Minuterie zur Zeitmessung, eine 24-Stunden- oder Städteskala für weitere Zeitzonen oder eine Kompassskala zur groben Orientierung. Der gemeinsame Nenner ist die geschützte Lage, die eine unbeabsichtigte Verstellung ausschließt und die Skala dauerhaft klar ablesbar hält.

Die zusätzliche Krone für die Innenlünette ist meist getrennt von der Krone für das Stellen der Zeit angeordnet, häufig auf einer anderen Höhe des Gehäuses. Ihre Bedienung erfolgt unabhängig vom eigentlichen Aufzug, sodass sich die Skala jederzeit ausrichten lässt, ohne die Zeitanzeige zu berühren. Manche Uhren kombinieren eine Innenlünette mit einer festen oder drehbaren Außenlünette und bieten so mehrere Skalen zugleich. In jedem Fall bleibt der innen liegende Ring vor Verschmutzung und versehentlichem Verstellen geschützt, was ihn besonders für dauerhaft genutzte Skalen geeignet macht.

Häufige Fragen

Wie wird eine Innenlünette bedient?

Eine Innenlünette wird üblicherweise über eine zweite Krone am Gehäuse gedreht. Durch das Drehen der Krone bewegt sich der unter dem Glas liegende Skalenring, sodass das Glas dafür nicht geöffnet werden muss.