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Frederique Constant

Schweiz · gegründet 1988 · Premium

◷ 5 Min. Lesezeit · ✓ Von der Uhren-Experte-Redaktion geprüft · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Wie wir arbeiten

Frédérique Constant wurde 1988 von Peter Stas und Aletta Bax gegründet und hat seinen Sitz in Genf. Die Marke steht für erschwingliche Uhren mit gehobenem Anspruch und entwickelt eigene Manufakturkaliber. Seit 2016 gehört sie zur japanischen Citizen-Gruppe.

Steckbrief

Gegründet1988
LandSchweiz
SitzGenf
GründerPeter Stas und Aletta Bax
KategoriePremium
Preisklasseca. 800–3.000 €
UhrwerkeSellita-basiert & eigene Manufakturkaliber

Geschichte

Frédérique Constant wurde 1988 vom niederländischen Ehepaar Peter Stas und Aletta Bax gegründet. Der Markenname verbindet die Vornamen zweier Vorfahren und sollte bewusst nach einer traditionsreichen Schweizer Manufaktur klingen. Von Anfang an verfolgte das Paar das Ziel, klassisch gestaltete Uhren mit gehobenem Anspruch zu vergleichsweise moderaten Preisen anzubieten. Der Sitz liegt im Raum Genf.

2004 stellte die Marke mit dem Heart Beat Manufacture ihr erstes eigenes Kaliber vor und untermauerte damit ihren Manufaktur-Anspruch. Ein einschneidender Meilenstein war 2016 die Übernahme durch die japanische Citizen-Gruppe, zu der auch die Schwestermarke Alpina und die US-Marke Bulova gehören. Seither profitiert Frédérique Constant von der Fertigungstiefe des Konzerns, blieb im Auftritt aber eigenständig. Heute reicht das Sortiment von günstigen Einstiegsmodellen mit zugekauften Werken bis zu technisch ambitionierten Manufaktur-Uhren mit ewigem Kalender oder Weltzeit. In der Geschichte der Marke spiegelt sich der Versuch wider, klassische Uhrmacherei aus der reinen Luxusnische in eine breitere Preisklasse zu holen und so mechanische Uhren einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Bekannt für

Frédérique Constant steht für klassisch-elegante Zeitmesser, die sich optisch an teureren Genfer Vorbildern orientieren, preislich aber deutlich darunter bleiben. Ein wiederkehrendes Gestaltungsmerkmal ist das Heart Beat-Zifferblatt mit einer Öffnung, die den Blick auf die Unruh freigibt – ein Detail, das die Marke seit den 1990er-Jahren prägt.

Typisch sind schlanke Gehäuse, römische Ziffern, gebläute Zeiger und guillochierte Zifferblätter, wie man sie vor allem in der Slimline- und Classics-Linie findet. Mit der Highlife-Kollektion bedient die Marke zusätzlich den Trend zur integrierten Sportuhr mit geripptem Zifferblatt und Wechselarmband. Als Komplikationen bietet Frédérique Constant vor allem Mondphase, Datum, Weltzeit und – als Aushängeschild – einen vergleichsweise erschwinglichen ewigen Kalender. Der Ruf der Marke ist zwiespältig: Kenner schätzen den Manufaktur-Ehrgeiz in dieser Preisklasse, andere sehen im überwiegend zugekauften Basissortiment eher eine Design- als eine echte Uhrmachermarke. Insgesamt gilt Frédérique Constant als solider, seriöser Einstieg in die klassische Automatikuhr.

Uhrwerke & Technik

Frédérique Constant nutzt zwei Werkgruppen. Der Großteil der Kollektion läuft mit zugekauften Automatik- und Quarzwerken auf Basis von Sellita, die zuverlässig und einfach zu warten sind. Daneben steht die Manufacture-Linie mit hauseigenen Kalibern, die die Marke seit 2004 selbst entwickelt und montiert. Bekannt sind das Manufacture-Automatikwerk mit Silizium-Ankerrad und -Spirale sowie Kaliber mit ewigem Kalender, Weltzeit oder Mondphase. Der Einsatz von Silizium für mehr Ganggenauigkeit und Magnetfeldresistenz ist in dieser Preisklasse eher ungewöhnlich. Wichtig für Käufer: Die Bezeichnung „Manufacture“ auf dem Zifferblatt kennzeichnet die Modelle mit Eigenkaliber, während die übrigen Uhren auf Standardwerken beruhen. Wer Wert auf ein hauseigenes Uhrwerk legt, sollte daher gezielt zur Manufacture-Serie greifen.

Wichtige Modelle von Frederique Constant

  • Slimline — Flache, klassisch-elegante Dresswatch mit schlichtem Zifferblatt, oft mit Mondphase. Meist um 38–40 mm, im unteren bis mittleren Preisbereich der Marke – der klassische Einstieg.
  • Classics — Traditionelle Linie mit römischen Ziffern und teils Heart-Beat-Öffnung. Steht für zeitloses, zurückhaltendes Design zu günstigen Preisen.
  • Highlife — Integrierte Sportuhr mit geripptem Zifferblatt und schnell wechselbarem Armband. Positioniert im mittleren Preissegment, auch als Manufacture-Variante erhältlich.
  • Manufacture — Sammelbegriff für Modelle mit hauseigenem Kaliber, von der kleinen Sekunde bis zur Weltzeituhr. Das technische Rückgrat der Marke im oberen Preissegment.
  • Classic Perpetual Calendar Manufacture — Ewiger Kalender mit Eigenkaliber zu einem für diese Komplikation ungewöhnlich fairen Preis. Das Aushängeschild und stärkste Argument der Marke.

Frederique Constant kaufen: Worauf du achten solltest

Frédérique Constant wird neu über Juweliere und den eigenen Onlineshop verkauft; die Preise reichen von rund 800 € für einfache Quarz- und Automatikmodelle bis etwa 3.000 € und mehr für Manufaktur-Uhren mit Komplikation. Auf dem Gebrauchtmarkt sind die Uhren spürbar günstiger, da der Neupreis nach dem Kauf deutlich nachgibt. Wer eine gebrauchte Frédérique Constant kaufen möchte, findet gepflegte Slimline- oder Classics-Modelle oft für einen Bruchteil des Listenpreises.

Worauf man achten sollte: Steht „Manufacture“ auf dem Zifferblatt, steckt ein Eigenkaliber im Gehäuse – das ist die interessantere, wertigere Wahl. Bei den Standardmodellen zahlt man vor allem für Design und Namen. Die Wertstabilität ist, ehrlich gesagt, kein Kaufargument: Wie bei den meisten Marken dieser Preisklasse sollte man eine Frédérique Constant zum Tragen und nicht als Wertanlage kaufen. Typischer Fallstrick ist der hohe Neupreis-Aufschlag – ein Blick auf den Gebrauchtmarkt lohnt sich fast immer.

Unser Fazit zu Frederique Constant

Frédérique Constant lohnt sich für alle, die eine klassisch gestaltete Automatikuhr mit seriösem Auftritt suchen, ohne in das obere Segment zu investieren. Die Stärke der Marke liegt im Preis-Leistungs-Verhältnis der Manufaktur-Modelle: Einen ewigen Kalender oder ein Silizium-Werk bekommt man anderswo selten so günstig. Schwächer ist das Basissortiment, das sich technisch kaum von deutlich billigeren Uhren unterscheidet und trotzdem einen Markenaufschlag verlangt. Wer den Rang von A. Lange oder Patek erwartet, liegt falsch – Frédérique Constant spielt bewusst in einer zugänglicheren Liga. Unterm Strich eine ehrliche, unaufgeregte Marke mit gutem Einstieg in die klassische Uhrmacherei, deren Manufaktur-Linie den eigentlichen Reiz ausmacht. Für Sammler weniger relevant, für Genießer mit begrenztem Budget aber eine sinnvolle Wahl.

Häufige Fragen

Ist Frédérique Constant eine gute Marke?

Für die Preisklasse ja: Die Verarbeitung ist solide und die Manufaktur-Modelle bieten viel Technik fürs Geld. Wer ein hauseigenes Kaliber will, sollte gezielt zur Manufacture-Linie greifen.

Wo werden Frédérique-Constant-Uhren gefertigt?

Die Uhren werden im Raum Genf in der Schweiz entwickelt und montiert und tragen die Bezeichnung Swiss Made. Seit 2016 gehört die Marke zur japanischen Citizen-Gruppe.

Halten Frédérique-Constant-Uhren ihren Wert?

Nein, nicht besonders. Wie die meisten Uhren dieser Preisklasse verlieren sie nach dem Neukauf deutlich an Wert. Als Wertanlage sind sie nicht gedacht, gebraucht kauft man sie dafür günstig.

Was bedeutet Heart Beat bei Frédérique Constant?

Heart Beat bezeichnet die charakteristische Öffnung im Zifferblatt, durch die man die schwingende Unruh sieht. Das Detail ist eines der ältesten Erkennungsmerkmale der Marke.

Frederique Constant im Vergleich

Wie schlägt sich Frederique Constant gegen andere Marken? Direkte Vergleiche:

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