Farer wurde 2015 in London gegründet und lässt seine Uhren im schweizerischen Biel fertigen. Die Mikromarke ist bekannt für farbenfrohe Zifferblätter, verspielte Details und Abenteurer-Namen für ihre Modelle. Verwendet werden Schweizer Quarz- und Automatikwerke.
Steckbrief
| Gegründet | 2015 |
|---|---|
| Land | Vereinigtes Königreich |
| Sitz | London |
| Gründer | Paul Sweetenham, Ben Lewin, Stuart Finlayson, Jono Holt |
| Kategorie | Mikromarke |
| Preisklasse | ca. 500–1.600 € |
| Uhrwerke | Schweizer Werke (Quarz Ronda, Automatik Sellita) |
Geschichte
Farer wurde 2015 in London von einer Gründergruppe rund um Paul Sweetenham ins Leben gerufen und lässt seine Uhren im schweizerischen Biel fertigen. Die Idee hinter der noch jungen Marke: britisches Design mit Schweizer Uhrmacherei zu verbinden und dabei bewusst gegen die verbreitete Zurückhaltung vieler Mikromarken zu arbeiten. Statt dezenter Klassiker setzte Farer von Beginn an auf farbenfrohe Zifferblätter, verspielte Details wie mehrfarbige Sekundenzeiger und eine kräftige Farbgebung, die die Marke schnell unverwechselbar machte. Charakteristisch ist auch die Namensgebung: Die Modelle tragen Namen britischer Orte, Entdecker und Abenteurer, was Farer ein erzählerisches, entdeckungsfreudiges Image gibt. Anfangs startete die Marke mit Handaufzugs- und Quarzuhren, erweiterte das Programm aber rasch um Automatik-Dreizeiger, GMT-Modelle und Taucheruhren wie die Aqua Compressor. Über die Jahre hat Farer sein Sortiment weiterentwickelt, etwa mit der GMT-Linie Lander und Taucheruhren wie der Porthleven. Als kleine, unabhängige Marke verkauft Farer überwiegend direkt online. Wer sich mit der Geschichte und den Modellen von Farer beschäftigt, trifft auf eine junge, design- und farbstarke britisch-schweizerische Marke, die sich bewusst vom Mainstream der zurückhaltenden Mikromarken abhebt.
Bekannt für
Farer ist vor allem für seine farbenfrohen, verspielten Designs bekannt, ein bewusster Gegenentwurf zur oft biederen Zurückhaltung vieler Mikromarken. Typisch sind kräftig kolorierte Zifferblätter, mehrfarbige Sekundenzeiger, kontrastreiche Lünetten und liebevolle Details wie gravierte Gehäuseböden. Ein wiederkehrendes Gestaltungsmerkmal ist der Bezug zur britischen Entdecker- und Abenteuerkultur, der sich in den Modellnamen nach Orten und Pionieren spiegelt. Zum Portfolio gehören elegante Dreizeiger, GMT-Uhren mit zweiter Zeitzone sowie robuste Taucheruhren, teils im Kompressor-Stil mit zwei Kronen und teils in Bronze, die eine lebendige Patina entwickelt. Materialseitig setzt Farer auf Edelstahl, Bronze, Saphirglas und farbige Details; die Fertigung erfolgt in der Schweiz, weshalb die Uhren Swiss Made sind. Der Ruf der Marke ist der eines mutigen, gestalterisch eigenständigen Anbieters mit guter Verarbeitung für die Preisklasse. Kritisch gesehen werden, wie bei vielen kleinen Marken, die begrenzte Bekanntheit und der schwer einzuschätzende Wiederverkaufswert. Wer Farbe und Charakter sucht, findet bei Farer eine unverwechselbare Handschrift.
Uhrwerke & Technik
Farer entwickelt keine eigenen Uhrwerke, sondern verbaut zugekaufte Schweizer Kaliber, passend zum Swiss-Made-Anspruch der Marke. In den Quarzmodellen kommen Werke des Schweizer Herstellers Ronda zum Einsatz, die zuverlässig und wartungsarm sind. Die mechanischen Uhren nutzen Automatikwerke von Sellita, etwa das SW200 in Dreizeigern oder das SW330 in den GMT-Modellen mit zweiter Zeitzone; für Taucher- und Kompressor-Modelle kommen entsprechende Sellita-Kaliber zum Einsatz. Diese Werke sind in der Uhrenwelt weit verbreitet, robust und gut zu warten. Der eigentliche Wert einer Farer liegt damit nicht im Uhrwerk, sondern in Design, Gehäuse und Verarbeitung. Für Käufer bedeutet das eine solide, unkomplizierte Technikbasis ohne Manufaktur-Ambitionen. Wer ein zuverlässiges, gut verfügbares Uhrwerk zu einem fairen Preis sucht, ist bei Farer richtig, Eigenkaliber gibt es hier bewusst nicht.
Wichtige Modelle von Farer
- Aqua Compressor — Taucheruhr im Kompressor-Stil mit zwei Kronen und Innendrehring, oft farbstark, rund 40 mm. Eines der bekanntesten Farer-Modelle.
- Lander (GMT) — GMT-Uhr mit zweiter Zeitzone und markanter Farbgebung, rund 39,5 mm, mit Sellita-Werk. Steht für das reise- und abenteuerorientierte Image der Marke.
- Stanhope — Klassischer Dreizeiger mit dezenterem, elegantem Auftritt, für Käufer, die es etwas ruhiger mögen.
- Porthleven — Modernere Taucheruhr (AquaMatic) mit Sellita-Automatik und hoher Wasserdichtigkeit, für Alltag und Wassersport.
- Bronze-Modelle — Verschiedene Uhren in Bronze, die mit der Zeit eine individuelle Patina entwickeln, typisch für den verspielten Charakter von Farer.
Farer kaufen: Worauf du achten solltest
Farer verkauft überwiegend direkt über den eigenen Onlineshop; die Preise liegen meist zwischen rund 500 € für Quarzmodelle und 1.600 € für Automatik- und GMT-Uhren. Einen breiten stationären Fachhandel gibt es nicht, was den Direktkauf zur Regel macht, ein Anprobieren vor Ort ist dadurch schwierig. Am Gebrauchtmarkt taucht Farer seltener auf als große Marken, entsprechend schwankend sind die Preise; als kleine Marke ist der Wiederverkaufswert schwer einzuschätzen und tendenziell niedrig. Für Käufer heißt das: Wer neu kauft, sollte die Uhr vor allem zum Tragen und nicht als Wertanlage sehen; wer gebraucht kauft, kann Glück haben, findet aber weniger Auswahl. Achten sollte man auf Zustand, Vollständigkeit (Box und Papiere) und, bei Bronze-Modellen, auf die gewünschte Patina. Ein Vorteil des Direktvertriebs ist das faire Preisniveau, ein Nachteil das dünne Servicenetz. Typischer Fallstrick ist die schwer kalkulierbare Wertentwicklung, Farer kauft man aus Freude am Design, nicht als Investment.
Unser Fazit zu Farer
Farer lohnt sich für Käufer, die eine farbstarke, gestalterisch eigenständige Uhr mit Schweizer Technik suchen und den Online-Direktvertrieb einer kleinen Marke akzeptieren. Stärken sind das mutige, unverwechselbare Design, die solide Verarbeitung und der Swiss-Made-Anspruch zum fairen Preis. Schwächen sind die geringe Bekanntheit, das dünne Servicenetz und die schwer einzuschätzende Wertstabilität, typische Themen einer Mikromarke. Im Vergleich zu zurückhaltenderen Mikromarken hebt sich Farer klar durch Farbe und Charakter ab, spricht damit aber auch nicht jeden Geschmack an. Preislich bewegt sich die Marke im oberen Mikromarken-Segment; man bezahlt für Design und Schweizer Fertigung, nicht für Manufakturtechnik. Gesamturteil: eine sympathische, designgetriebene britisch-schweizerische Marke für Individualisten, die Ausdruck über Statuslogo und Wertanlage stellen. Wer Farbe und eine eigene Handschrift sucht, wird fündig; wer Wertstabilität oder Prestige will, eher nicht.
Häufige Fragen
Ist Farer eine gute Uhrenmarke?
Für ihre Preisklasse ja: Farer bietet eigenständiges Design, solide Verarbeitung und Schweizer Werke. Als kleine Marke fehlen ihr aber Bekanntheit und ein dichtes Servicenetz.
Wo werden Farer-Uhren hergestellt?
Farer wird in London gestaltet und im schweizerischen Biel gefertigt. Die Uhren tragen die Bezeichnung Swiss Made und nutzen Schweizer Werke von Ronda und Sellita.
Welche Uhrwerke nutzt Farer?
In Quarzmodellen stecken Ronda-Werke, in den mechanischen Modellen Sellita-Automatikkaliber (u. a. SW200 und das GMT-Werk SW330). Eigene Manufakturwerke gibt es nicht.
Halten Farer-Uhren ihren Wert?
Das ist schwer vorherzusagen: Als kleine Marke ist der Gebrauchtmarkt dünn und die Wertentwicklung unsicher; tendenziell sollte man Farer nicht als Wertanlage betrachten.
Farer im Vergleich
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