Uhren-Lexikon · Norm & Abkürzung

DIN 8308

Eine deutsche Norm, die Anforderungen und Prüfverfahren für die Wasserdichtheit von Uhren festlegt.

◷ 2 Min. Lesezeit · ✓ Von der Uhren-Experte-Redaktion geprüft · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Wie wir arbeiten
DIN 8308: Norm für Wasserdichtheit
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Was DIN 8308 ist

DIN 8308 ist eine deutsche Norm, die sich mit der Wasserdichtheit von Armband- und Taschenuhren befasst. Normen dieser Art werden von einem Normungsgremium herausgegeben und legen einheitliche Begriffe, Anforderungen und Prüfverfahren fest, damit Angaben verschiedener Hersteller vergleichbar sind und überprüft werden können. Für Uhren betrifft dies vor allem den Schutz des Werks vor eindringendem Wasser.

Konkret regelt die Norm, unter welchen Bedingungen eine Uhr als wasserdicht bezeichnet werden darf und mit welchen Prüfungen dies nachzuweisen ist. Sie schafft damit eine gemeinsame Grundlage dafür, wie die Angabe zur Wasserdichtheit zu verstehen ist und wie sie zustande kommt. Damit dient sie sowohl Herstellern als auch Verbrauchern als Bezugspunkt.

Was die Norm regelt

Zur Prüfung gehören verschiedene Tests, bei denen die Uhr etwa Überdruck, dem Eintauchen in Wasser oder Temperaturwechseln ausgesetzt wird. Ziel ist festzustellen, ob Wasser oder Feuchtigkeit in das Gehäuse eindringt. Auch der Zustand von Dichtungen und Gehäuse spielt dabei eine Rolle. Die Norm beschreibt die Rahmenbedingungen dieser Prüfungen, sodass sie nachvollziehbar und wiederholbar sind.

Ein wichtiger Punkt ist die Unterscheidung zwischen den Angaben. Eine Kennzeichnung zur Wasserdichtheit, häufig ergänzt durch eine Druck- oder Tiefenangabe, beschreibt das Ergebnis einer Prüfung unter festgelegten Laborbedingungen. Sie ist nicht mit der tatsächlichen Tauchtiefe im Alltag gleichzusetzen, da im Gebrauch zusätzliche Belastungen auftreten. Diese Unterscheidung ist eine häufige Quelle von Missverständnissen.

Bedeutung in der Praxis

Für Käufer und Besitzer ist die Norm vor allem als Hintergrund der Wasserdichtheitsangabe wichtig. Sie erklärt, warum eine bestimmte Angabe nicht bedeutet, dass die Uhr in beliebiger Tiefe verwendet werden kann, und warum Bedienungshinweise der Hersteller zu beachten sind. Die Angabe ist damit eine geprüfte Eigenschaft, aber keine Freigabe für jeden Einsatz.

In der Praxis lässt die Dichtheit einer Uhr mit der Zeit nach, weil Dichtungen altern. Deshalb wird empfohlen, die Wasserdichtheit bei wasserdichten Uhren regelmäßig prüfen zu lassen, besonders vor einer stärkeren Beanspruchung. So bleibt der Schutz über die Nutzungsdauer erhalten. Neben DIN 8308 existieren internationale Normen mit ähnlichem Gegenstand, an denen sich Hersteller ebenfalls orientieren. Fachbetriebe führen diese Kontrolle mit geeigneten Prüfgeräten durch und erneuern bei Bedarf die Dichtungen.

Häufige Fragen

Bedeutet eine Tiefenangabe die maximale Tauchtiefe?

Nein. Die Angabe beruht auf einer Prüfung unter Laborbedingungen und ist nicht mit der tatsächlichen Tauchtiefe gleichzusetzen. Im Alltag treten zusätzliche Belastungen auf.

Warum sollte man die Wasserdichtheit regelmäßig prüfen lassen?

Dichtungen altern und verlieren mit der Zeit ihre Wirkung. Eine regelmäßige Prüfung stellt sicher, dass eine als wasserdicht gekennzeichnete Uhr diesen Schutz weiterhin bietet.