Was ein Schraubsteg ist
Der Schraubsteg ist ein Verbindungsteil, das das Armband oder Metallband mit dem Gehäuse verbindet und dabei mit einer Schraube gesichert wird. Er sitzt zwischen den Bandanstößen, den beiden Hörnern des Gehäuses, und durchquert das Endglied des Bandes. Anders als beim üblichen Federsteg hält hier nicht eine Feder, sondern ein Gewinde die Verbindung zusammen.
Es gibt verschiedene Ausführungen. Bei einer Bauform ist der Steg selbst eine durchgehende Schraube, die in ein Gewinde im gegenüberliegenden Anstoßhorn greift. Bei einer anderen sitzt eine Hülse zwischen den Hörnern, in die von einer Seite eine Schraube eingedreht wird. In beiden Fällen wird zum Lösen und Befestigen ein passender Schraubendreher benötigt.
Abgrenzung zum Federsteg
Der verbreitete Gegenpart ist der Federsteg, ein Steg mit federnden Enden, die in Bohrungen der Anstöße einrasten. Er lässt sich mit einem einfachen Werkzeug ein- und ausbauen und ist der Standard bei vielen Uhren. Sein Nachteil liegt darin, dass die Feder ermüden oder ausrasten kann, wodurch sich im ungünstigen Fall das Band vom Gehäuse löst.
Der Schraubsteg gilt demgegenüber als besonders sichere Verbindung, weil das Gewinde nicht unbeabsichtigt ausrasten kann. Er wird häufig bei Uhren mit integriertem Band und bei robusteren oder höherwertigen Modellen eingesetzt, bei denen ein fester Sitz und ein sauberer optischer Übergang zwischen Gehäuse und Band gewünscht sind. Der Bandwechsel ist dafür etwas aufwendiger.
Praxis
Beim Öffnen und Schließen eines Schraubstegs ist auf das passende Werkzeug und den richtigen Sitz des Schraubendrehers zu achten, um den Schraubenkopf nicht zu beschädigen. Manche Schrauben sind zusätzlich gegen selbsttätiges Lösen gesichert. Da sich Verschraubungen mit der Zeit lockern können, empfiehlt sich eine gelegentliche Kontrolle des festen Sitzes, insbesondere bei Uhren, die stark beansprucht werden.
Besonders verbreitet sind Schraubstege bei Uhren mit integriertem Armband, bei denen Band und Gehäuse gestalterisch ineinander übergehen und ein fester, spielfreier Sitz gefragt ist. Die genaue Ausführung ist dabei oft modellspezifisch, sodass passende Ersatzstege und Endglieder benötigt werden. Für den Bandwechsel empfiehlt sich der Gang zum Fachhandel oder das Arbeiten mit geeignetem Werkzeug auf einer weichen Unterlage, um Gehäuse und Band nicht zu zerkratzen. Der etwas höhere Aufwand steht dem Gewinn an Sicherheit und einem sauberen Übergang zwischen Gehäuse und Band gegenüber.