Squale wurde 1959 von Charles von Büren in der Schweiz als Spezialist für Taucheruhren-Gehäuse gegründet. In den 1960er- und 1970er-Jahren belieferte das Unternehmen zahlreiche andere Marken mit wasserdichten Gehäusen. Heute ist Squale vor allem für erschwingliche, klassisch gestaltete Schweizer Taucheruhren bekannt.
Steckbrief
| Gegründet | 1959 |
|---|---|
| Land | Schweiz |
| Sitz | Chiasso |
| Gründer | Charles von Büren |
| Kategorie | Mittelklasse |
| Preisklasse | ca. 500–1.300 € |
| Uhrwerke | Schweizer Automatikwerke (meist Sellita SW200) |
Geschichte
Squale wurde 1959 von Charles von Büren in der Schweiz gegründet; der Name leitet sich vom französischen und italienischen Wort für Hai ab. Anders als klassische Uhrenmarken war das Unternehmen zunächst ein Spezialist für wasserdichte Taucheruhren-Gehäuse.
In den 1960er- und 1970er-Jahren belieferte von Bürens Firma zahlreiche namhafte Hersteller mit Gehäusen und stattete darüber deren Taucheruhren mit der nötigen Wasserdichtigkeit aus. Squale war damit lange eher ein Zulieferer im Hintergrund als eine bekannte Endkundenmarke. Unter eigenem Namen wurde vor allem die Referenz mit der Bezeichnung „50 atmos“ bekannt, die für eine Druckfestigkeit von rund 500 Metern stand und zur Basis des heutigen Modells 1521 wurde.
Nach wechselvollen Jahrzehnten übernahm die Schweizer Familie Maggi, langjährig im Uhrenvertrieb tätig, die Marke und führt sie seither von Chiasso im Tessin aus weiter. Heute ist Squale eine überschaubare, unabhängige Marke, die sich auf erschwingliche, klassisch gestaltete Schweizer Taucheruhren konzentriert und ihr Erbe als Gehäusepionier bewusst pflegt.
Bekannt für
Squale ist bekannt für klassische Schweizer Taucheruhren mit echtem historischem Hintergrund. Die Design-DNA speist sich aus den Tauchern der 1960er- und 1970er-Jahre: kissen- oder tonneauförmige Gehäuse, gut ablesbare Zifferblätter, kräftige Leuchtmasse und drehbare Taucherlünetten. Das Signaturmodell 1521 mit seinem markanten Gehäuse und dem oft verwendeten Hai-Logo auf der Krone ist der Inbegriff der Marke.
Charakteristisch sind zudem viele Zifferblatt- und Lünettenvarianten – von klassischem Schwarz über Blau bis zu Vintage-Tönen –, die dem gleichen Gehäuse ein breites Spektrum geben. Squale steht für unaufgeregte, funktionale Taucheruhren ohne modischen Schnickschnack und ohne Prestige-Aufschlag.
Der Ruf in der Uhren-Community ist gut: Man schätzt die authentische Taucher-Historie, die solide Gehäusequalität und das faire Preisniveau. Wer eine Squale trägt, entscheidet sich meist bewusst für Understatement und Kennerwissen statt für einen bekannten Markennamen. Die eigentliche Kompetenz liegt klar im Gehäuse, nicht in eigener Werktechnik.
Uhrwerke & Technik
Squale ist keine Werksmanufaktur und macht daraus kein Geheimnis. In den Automatikmodellen kommen überwiegend bewährte Schweizer Standardwerke zum Einsatz, allen voran das Sellita SW200 – ein robustes, weit verbreitetes Automatikwerk, das dem ETA 2824 entspricht. Je nach Modell und Baujahr finden sich auch ETA-Werke oder Varianten mit abweichender Funktion.
Der Anspruch von Squale liegt nicht im exklusiven Kaliber, sondern in der bewährten Kombination aus solidem Werk und hochwertigem, wasserdichtem Gehäuse. Genau hier liegt das historische Kerngeschäft der Marke: Gehäusebau und Druckfestigkeit. Für Käufer hat der Einsatz von Standardwerken praktische Vorteile: Sie sind zuverlässig, weit verbreitet und unkompliziert zu warten. Wer ein Manufakturkaliber sucht, ist bei Squale falsch; wer eine ehrliche, servicefreundliche Taucheruhr mit Schweizer Werk möchte, richtig.
Wichtige Modelle von Squale
- 1521 — Das Herzstück und der direkte Nachfahre der historischen „50 atmos“. Klassisches Taucher-Gehäuse, wasserdicht bis 500 m, um 42 mm, Preisklasse grob 900–1.300 €. Steht für Squales Erbe schlechthin.
- Sub-39 — Die kompaktere, vintage-orientierte Taucherlinie mit rund 39 mm Durchmesser. Angenehm tragbar und gut proportioniert, Preisklasse grob 700–1.100 €. Für Freunde kleinerer Gehäuse.
- Master — Die etwas gehobenere, moderner interpretierte Taucheruhr der Marke. Solide verarbeitet, Preisklasse grob 1.000–1.400 €. Positioniert sich über der Einstiegslinie.
- 1545 — Neuere Interpretation eines klassischen Tauchers mit eigenständigem Gehäuse. Robust und alltagstauglich, Preisklasse grob 900–1.300 €. Ergänzt die historischen Modelle.
- Matic — Retro-orientiertes Modell mit weicher Gehäuseform und Vintage-Anmutung. Preisklasse grob 800–1.200 €. Für Liebhaber des Stils der 1970er-Jahre.
Squale kaufen: Worauf du achten solltest
Squale bewegt sich neu grob zwischen rund 500 € und 1.300 €, je nach Modell und Ausführung. Der Vertrieb läuft über die eigene Website und ausgewählte Händler; die Preise sind vergleichsweise transparent. Weil Squale Standardwerke von Sellita verbaut, ist der Service unkompliziert und langfristig gut planbar.
Auf dem Gebrauchtmarkt sind Squale-Uhren solide handelbar, aber weniger liquide als große Marken – die Käuferschaft ist kleiner und eher aus Kennerkreisen. Beim Gebrauchtkauf lohnt der Blick auf den Zustand von Lünette, Leuchtmasse und Gehäuse sowie auf die Wasserdichtigkeitsprüfung, falls die Uhr tatsächlich zum Tauchen genutzt werden soll. Wegen der vielen ähnlichen Referenzen sollte man Modellbezeichnung und Ausführung genau abgleichen.
Die Wertstabilität ist überschaubar: Man verliert beim Wiederverkauf meist etwas, hält sich aber im Rahmen des in dieser Preisklasse Üblichen. Squale kauft man zum Tragen und wegen der Taucher-Historie, nicht als Wertanlage. Ein Fallstrick ist die Erwartung eines exklusiven Uhrwerks.
Unser Fazit zu Squale
Squale lohnt sich für Käufer, die eine authentische Schweizer Taucheruhr mit echter Geschichte und ohne bekannten Markennamen suchen. Die Stärken sind die glaubwürdige Taucher-Historie, die solide Gehäusequalität und ein faires Preisniveau im mittleren Segment. Auch die große Auswahl an Zifferblatt- und Lünettenvarianten ist ein Pluspunkt.
Schwächer ist – wie bei vielen Marken dieser Klasse – die Werktechnik: Squale nutzt zugekaufte Sellita-Werke und bietet keine eigene Manufakturleistung. Preislich verlangt die Marke für ein Standardwerk etwas mehr als reine Preisbrecher, was durch Gehäusequalität und Historie aber gerechtfertigt ist. Die Wertstabilität ist gering, und die Bekanntheit bleibt auf Kennerkreise beschränkt.
Neutral bewertet ist Squale eine ehrliche Nischenmarke für Taucheruhren-Fans, die Substanz und Understatement über Prestige stellen. Wer maximale Bekanntheit oder Wertstabilität sucht, ist bei größeren Marken besser aufgehoben.
Häufige Fragen
Ist Squale eine gute Marke?
Ja, für Taucheruhren-Fans. Squale bietet solide gebaute Schweizer Taucher mit echter Historie zu fairen Preisen. Die Werke sind zugekaufte Standardkaliber, die Stärke liegt klar in Gehäuse und Tradition.
Wofür ist Squale bekannt?
Squale war ursprünglich ein Spezialist für wasserdichte Taucheruhren-Gehäuse und belieferte in den 1960er- und 1970er-Jahren andere Marken. Heute ist das Unternehmen vor allem für die klassische Taucheruhr 1521 bekannt.
Wo werden Squale-Uhren hergestellt?
Squale ist eine Schweizer Marke mit Sitz in Chiasso im Tessin. Die Uhren werden in der Schweiz gefertigt und nutzen Schweizer Automatikwerke, meist das Sellita SW200.
Halten Squale-Uhren ihren Wert?
Nur begrenzt. Wie bei den meisten Marken dieser Preisklasse ist mit moderatem Wertverlust zu rechnen. Der Gebrauchtmarkt ist kleiner als bei großen Marken, gefragte Modelle lassen sich in Kennerkreisen aber gut verkaufen.
Squale im Vergleich
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