Marke · Luxus

Louis Vuitton

Frankreich · gegründet 2002 · Luxus

◷ 2 Min. Lesezeit · ✓ Von der Uhren-Experte-Redaktion geprüft · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Wie wir arbeiten

Louis Vuitton ist ein französisches Luxushaus, das seit 2002 auch Uhren herstellt. Über die Genfer Werkstatt La Fabrique du Temps hat die Marke echte Kompetenz in der Haute Horlogerie aufgebaut. Ihr bekanntestes Merkmal ist das trommelförmige Tambour-Gehäuse.

Steckbrief

Gegründet2002
LandFrankreich
SitzParis
Gründer—
KategorieLuxus
Preisklasseca. 5.000–100.000+ €
UhrwerkeVon einfacheren Werken bis zu Manufaktur-Komplikationen; hochwertige Kaliber aus La Fabrique du Temps in Genf (teils mit Poinçon de Genève).

Geschichte

Das 1854 gegründete Haus Louis Vuitton, Teil des LVMH-Konzerns, stieg 2002 mit der Kollektion Tambour in die Uhrmacherei ein; erste Fertigungskapazitäten entstanden in La Chaux-de-Fonds. 2011 übernahm Louis Vuitton die Genfer Haute-Horlogerie-Werkstatt La Fabrique du Temps, gegründet von Michel Navas und Enrico Barbasini, sowie einen Zifferblatthersteller.

Damit konnte die Marke komplizierte Uhren mit dem Genfer Siegel Poinçon de Genève fertigen. 2023 wurde die Tambour als Luxus-Sportuhr mit integriertem Armband neu aufgelegt. Neben der Werkstatt übernahm Louis Vuitton 2011 auch einen Zifferblatthersteller, um die Fertigung stärker im eigenen Haus zu bündeln.

Bekannt für

Louis Vuitton hat als Modehaus eine für diese Herkunft ungewöhnlich glaubwürdige Haute Horlogerie aufgebaut, mit Tourbillons, Minutenrepetitionen und der Escale mit Weltzeit- und Spin-Time-Anzeige. Die Marke stiftet zudem den Louis Vuitton Watch Prize für unabhängige Uhrmacher.

Kritiker verweisen auf die typischen Aufpreise einer Modemarke; zudem ist zwischen einfacheren Einstiegsmodellen und der echten Manufaktur-Uhrmacherei zu unterscheiden. Die Preis- und Anspruchsunterschiede zwischen den Segmenten sind entsprechend groß.

Uhrwerke & Technik

Die anspruchsvollen Modelle nutzen komplizierte Manufakturkaliber aus La Fabrique du Temps in Genf, teils mit Poinçon de Genève. Das Spektrum reicht von klassischen Zeitanzeigen bis zu aufwendigen Komplikationen. Die 2023er Tambour nutzt zudem ein Automatikwerk mit Mikrorotor und integriertem Armband.

Wichtige Modelle von Louis Vuitton

  • Tambour — Signatur-Gehäuse in Trommelform; 2023 als Sportuhr mit integriertem Armband neu aufgelegt.
  • Escale — Modelllinie mit Weltzeit- und Spin-Time-Komplikationen.
  • Tambour Moon — Variante mit konkav geschwungenem Gehäuse.

Louis Vuitton kaufen: Worauf du achten solltest

Das Angebot reicht von zugänglicheren, modisch bepreisten Uhren bis zu sechsstelliger Haute Horlogerie. Die eigentliche Uhrmacherei steckt in den höherwertigen La-Fabrique-du-Temps-Modellen. Wiederverkaufswerte schwanken, und Modemarken-Aufschläge sind einzukalkulieren. Der Kauf erfolgt in der Regel über die eigenen Boutiquen des Hauses.

Unser Fazit zu Louis Vuitton

Louis Vuitton bietet für ein Modehaus im oberen Segment eine erstaunlich glaubwürdige Uhrmacherei, gestützt auf eine echte Genfer Werkstatt. Käufer sollten Einstiegsmodelle klar von der echten Haute Horlogerie unterscheiden. In dieser Doppelrolle ist Louis Vuitton als Uhrenmarke ernster zu nehmen, als es die Herkunft vermuten lässt.

Häufige Fragen

Seit wann stellt Louis Vuitton Uhren her?

Seit 2002 mit der Einführung der Tambour-Kollektion; das Haus selbst besteht seit 1854.

Was ist La Fabrique du Temps?

Eine Genfer Haute-Horlogerie-Werkstatt, die Louis Vuitton 2011 übernahm und in der die komplizierten Werke entstehen.

Macht Louis Vuitton echte Komplikationen?

Ja, im oberen Segment fertigt die Marke Tourbillons, Minutenrepetitionen und andere Komplikationen, teils mit Poinçon de Genève.