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Hanhart

Deutschland · gegründet 1882 · Premium

◷ 1 Min. Lesezeit · ✓ Von der Uhren-Experte-Redaktion geprüft · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Wie wir arbeiten

Hanhart ist eine traditionsreiche deutsche Uhrenmarke mit Wurzeln bis 1882, heute im Schwarzwald ansässig. Bekannt ist das Haus vor allem für Fliegerchronographen und den charakteristischen roten Rückstelldrücker. Die Marke bewegt sich im gehobenen Preissegment.

Steckbrief

Gegründet1882
LandDeutschland
SitzGütenbach
GründerJohann A. Hanhart
KategoriePremium
Preisklasseca. 1.500–4.000 €
Uhrwerkemodifizierte ETA/Sellita-Werke (u. a. Valjoux 7750 für Chronographen)

Geschichte

Das Unternehmen geht auf eine 1882 von Johann A. Hanhart gegründete Uhrenfirma zurück, die später nach Schwenningen im Schwarzwald übersiedelte und sich einen Namen mit Stoppuhren und Chronographen machte. Heute hat Hanhart seinen Sitz in Gütenbach.

In den 1930er- und 1940er-Jahren fertigte Hanhart Fliegerchronographen, deren Gestaltung – etwa der versetzte rote Drücker – bis heute Neuauflagen prägt. Nach Jahrzehnten mit Schwerpunkt auf Stoppuhren kehrte die Marke verstärkt zu Armbandchronographen zurück.

Bekannt für

Bekannt ist Hanhart für Fliegerchronographen mit dem markanten roten Rückstelldrücker, der ein versehentliches Nullstellen verhindern soll, sowie für Reeditionen historischer Modelle wie der 417 ES. Die Uhren gelten als robust und funktional gestaltet.

Kritisch anzumerken ist, dass die Chronographen auf zugekauften, modifizierten Schweizer Basiswerken beruhen und die Marke deutlich kleiner ist als die bekannten deutschen Häuser aus Glashütte. Der Wiederverkaufswert ist entsprechend moderat.

Uhrwerke & Technik

Die Chronographen basieren überwiegend auf modifizierten Schweizer Werken, etwa dem Valjoux/ETA 7750. Charakteristisch sind der rote Rückstelldrücker sowie teils drehbare Lünetten und funktionale Ablesbarkeit im Stil klassischer Fliegeruhren.

Wichtige Modelle von Hanhart

  • 417 ES — Neuauflage eines Fliegerchronographen der 1950er-Jahre; klassisches, reduziertes Design.
  • Pioneer TwinControl — Chronograph mit zwei Drückern und Fly-Back-artiger Bedienlogik in der Pioneer-Linie.
  • Primus — Modernere, robuster ausgelegte Chronographenlinie.

Hanhart kaufen: Worauf du achten solltest

Hanhart wird über den Fachhandel und den eigenen Onlinevertrieb angeboten. Als grobe Richtwerte liegen die Chronographen meist zwischen rund 1.500 und 4.000 Euro. Für Käufer, die deutsche Fliegeruhren-Tradition mit funktionalem Charakter suchen, ist die Marke gut zugänglich; der Gebrauchtmarkt ist überschaubar.

Unser Fazit zu Hanhart

Hanhart bietet funktionale deutsche Fliegerchronographen mit historischer Grundlage und einem unverwechselbaren Detail in Form des roten Drückers. Wer eine bodenständige Werkzeug- oder Fliegeruhr mit Tradition sucht, ist gut bedient; Manufakturwerke oder das Prestige der Glashütter Häuser darf man jedoch nicht erwarten.

Häufige Fragen

Wofür steht der rote Drücker bei Hanhart?

Der versetzte rote Rückstelldrücker ist ein Markenzeichen und soll das versehentliche Nullstellen des Chronographen verhindern.

Baut Hanhart eigene Werke?

Nein. Die Chronographen nutzen modifizierte Schweizer Basiswerke, etwa auf Basis des Valjoux/ETA 7750.

Wo wird Hanhart gefertigt?

Die Marke ist im Schwarzwald ansässig, heute mit Sitz in Gütenbach; historisch war Schwenningen ein wichtiger Standort.